Sie erzählte, Fenster und Waschbecken scheuernd, daß gestern mittag die Gestapo einen Mieter verhaftet habe, der sich im Hotel als Elsässer eingetragen, jedoch, wie sich inzwischen herausgestellt hatte, aus einem deutschen Konzentrationslager vor einigen Jahren entflohen war. Der Deutsche habe ein Kind, einen Knaben von zwölf Jahren, die Mutter sei tot, die Verhältnisse seien undurchsichtig, wie meistens bei den Fremden.
Der Knabe habe, heimkommend von der Schule, die Verhaftung des Vaters stumm ohne Tränen zur Kenntnis genommen. Er habe Vertrauen zu ihr, Annette, er habe sie in der Nacht um Hilfe gebeten, sie habe ihn auch frühmorgens in ein kleines Cafe "gebracht. Da sitze er nun und warte. Sie habe geglaubt, es sei leicht, den Knaben unterzubringen, doch bisher habe sie immer nur Nein gehört, die Furcht sei zu groß. Die eigene Wirtin fürchte sich sehr vor den Deutschen und sei erbost über die Flucht des Knaben, (nach A. Seghers)
link sunet!Substantive masculine: der Mieter,
Glsässer, der Deutsche, der Knabe, der Fremde, der Vater.
Substantive feminine: die Gestapo, die Mutter, die Schule, die Verhaftung, die Träne, die Kenntnis, (die) Annette, die Nacht, die Hilfe, die Furcht, die Wirtin.
Substantive neutre: das Fenster, das Waschbecken, das Hotel, das Konzentrationslager, das Jahr, das Kind, das Verhältnis, das Vertrauen, das Cafee, das Nein.
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